Presse

  • Pino feiert 25-jähriges Jubiläum

    erstellt am 13. Juli 2016

    Mit einer großen Party mit Live-Bands und Spezialitäten aus der süditalienischen Region Basilikata feiert Pino Bianco am 1. Juli ab 19 Uhr 25 Jahre Trattoria a Muntagnola in der Fuggerstraße 27 in Schöneberg.
    Koch und Inhaber Pino Bianco brachte vor einem Vierteljahrhundert die Küche der Basilikata nach Berlin. “Ich stamme aus der Basilikata und möchte meine Region kulinarisch vorstellen, meine Küche und deren Gerichte, mit denen ich aufgewachsen bin. Heute undenkbar, aber das war vor 25 Jahren ein Schock für die Berliner”, sagt Pino Bianco, “bis dahin gab es italienische Küche nach deutschem Geschmack. Mit meiner Mama habe ich erstmals Spezialitäten aus einer einzigen Region serviert. Das war damals eine Ungeheuerlichkeit.”

    Trattoria a Muntagnola in Berlin | Pino feiert 25-jähriges Jubiläum

    Jede Woche schickte Bianco seinen Bruder mit einem Fiat Ducato in die Heimat im Süden Italiens, um Produkte aus der Basilikata nach Berlin zu holen. Sollte die Mama anfangs nur als Unterstützung für zwei Monate bleiben und einfache, typische Gerichte aus ihrer Heimat kochen, ist die mittlerweile 81-Jährige bis heute geblieben. 1997 eröffnete auch ihr zweiter Sohn Cosimo Bianco das Restaurant Al Contadino Sotto Le Stelle in der Auguststraße 36 in Berlin-Mitte.

    Der Mama verdankt die Trattoria auch ihren Namen: Aus dem kleinen Bergdorf Cirigliano in der Region der Basilikata kommend, wurde Pinos Mutter Angela als junge Frau von ihrem Verlobten, der seinerseits von der See kam, liebevoll Muntagnola genannt. So war für Pino Bianco schnell klar, dass sein Restaurant den Kosenamen seiner geliebten Mama tragen sollte.

    Trattoria a Muntagnola in Berlin | Pino feiert 25-jähriges Jubiläum

    Am 1. Juli startet um 18 Uhr die Kinderparty in der Trattoria, mit allen Kindern aus der Kita Fuggerstraße, die in den letzten 15 Jahren mittwochs zu Gast waren. Ab 19 Uhr wird die Ausstellung “Hall of Fame Berlin 2016″ eröffnet, begleitet von Live-Bands, darunter Rachelina und die Maccheronies, Jesse Cole, Jeffrey Backus, Azusa Nakaoka, King Ralph, Larry Schuba & Western Union und weitere Überraschungsgäste.

    Der 25-jährige Geburtstag der Trattoria a’ Muntagnola wird mit kulinarischen, frisch importierten Spezialitäten aus der Basilikata gefeiert, die die Gäste auch kaufen können.

    Der Abend kostet pro Person 20 Euro inkl. italienischer Spezialitäten aus der Basilikata, Wein und Wasser. Die Trattoria a’ Muntagnola ist montags bis sonntags von 17 bis 24 Uhr geöffnet.

    Trattoria a’ Muntagnola, Fuggerstraße 27, 10777 Berlin, Tel: (030) 211 66 42, www.muntagnola.de

    Trattoria a Muntagnola in Berlin | Pino feiert 25-jähriges Jubiläum

  • Muntagnola 25-jähriges Jubiläum

    erstellt am 13. Juli 2016

    Spezialitäten aus der süditalienischen Region Basilikata feiert Pino Bianco am 1. Juli ab 19 Uhr „25 Jahre Trattoria a’ Muntagnola“ in der Fuggerstraße 27 in Berlin-Schöneberg.

    Inhaber Pino Bianco: „Ich stamme aus der Basilikata und möchte meine Region kulinarisch vorstellen, meine Küche und deren Gerichte, mit denen ich aufgewachsen bin. Heute undenkbar, aber das war vor 25 Jahren ein Schock für die Berliner. Bis dahin gab es italienische Küche nach deutschem Geschmack. Mit meiner Mama habe ich erstmals Spezialitäten aus einer einzigen Region serviert. Das war damals eine Ungeheuerlichkeit.“ Jede Woche schickte Bianco seinen Bruder mit einem Fiat Ducato in die Heimat im Süden Italiens, um Produkte aus der Basilikata nach Berlin zu holen. Sollte die Mama anfangs nur als Unterstützung für zwei Monate bleiben und einfache, typische Gerichte aus ihrer Heimat kochen, ist die mittlerweile 81-Jährige bis heute geblieben. 1997 eröffnete auch ihr zweiter Sohn Cosimo Bianco das Restaurant Al Contadino Sotto Le Stelle in der Auguststraße 36 in Berlin-Mitte.

    Der Mama verdankt die Trattoria auch ihren Namen: Aus dem kleinen Bergdorf Cirigliano in der Region der Basilikata kommend, wurde Pinos Mutter Angela als junge Frau von ihrem Verlobten, der seinerseits von der See kam, liebevoll Muntagnola genannt. So war für Pino Bianco schnell klar, dass sein Restaurant den Kosenamen seiner geliebten Mama tragen sollte.

    Koch und Inhaber Pino Bianco brachte vor einem Vierteljahrhundert die Küche der Basilikata nach Berlin

    Pino, der eigentlich Guiseppe heißt, ist seit 1991 Botschafter der Region Basilikata, auch Lucanien genannt. In seinem Heimatort und vom italienischen Botschafter wird er für das Werben für seine Region gefeiert. Brachte er doch die bis dahin unbekannte Basilikata durch eine eigenständige Regionalküche ins Bewusstsein der reisewilligen Deutschen. Nach dem Motto „Basilikata mitten in Berlin“ zeichnete die Region Basilikata die Trattoria a’ Muntagnola als „bestes lukanisches Restaurant der Welt“ aus.

    In seinem Garten in Berlin-Tempelhof baut der 58-Jährige seit einigen Jahren selbst einige Zutaten für die von vielen Stammgästen geschätzte Küche an. Sein Fiat Ducato fährt nicht mehr jede Woche mehrere tausend Kilometer Richtung Süden. „Die Märkte in Berlin haben mittlerweile die Produkte, die ich für die arme, aber sehr gesunde Küche nutze. Dennoch: Amaretto und Limoncello stelle ich selbst her,“ sagt Bianco. Seit 15 Jahren lädt Bianco jeden Mittwoch die Kindertagesstätte in der Fuggerstraße ins Restaurant zum Mittagessen ein. Dann essen etwa 40 Kinder auch seinen Pizzateig, der 72 Stunden ruht, bevor er im Ofen kross gebacken wird. „Die Kinder sollen wissen, was es heißt selbst gut und gesund zu kochen,“ sagt Bianco.

    Am 1. Juli startet um 18 Uhr die Kinderparty in der Trattoria, mit allen Kindern aus der Kita Fuggerstraße, die in den letzten 15 Jahren mittwochs zu Gast waren. Ab 19 Uhr wird die Ausstellung „Hall of Fame Berlin 2016“ eröffnet, begleitet von Live-Bands, darunter Rachelina und die Maccheronies, Jesse Cole, Jeffrey Backus, Azusa Nakaoka, King Ralph, Larry Schuba & Western Union und weitere Überraschungsgäste.

    Der 25-jährige Geburtstag der Trattoria a’ Muntagnola wird mit kulinarischen, frisch importierten Spezialitäten aus der Basilikata gefeiert, die die Gäste auch kaufen können. Der Abend kostet pro Person 20 Euro inkl. italienischer Spezialitäten aus der Basilikata, Wein

  • Am 1. Juli feiert sie ihr 25-Jähriges Jubiläum

    erstellt am 13. Juli 2016

    Exakt 25 Jahre ist es her, dass Koch und Inhaber Pino Bianco, die Trattoria a’ Muntagnola in der Fuggerstraße in Schöneberg eröffnete. Ein Vierteljahrhundert! Viele begeisterte Gäste, insbesondere Liebhaber der wirklich authentischen italienischen Küche und insbesondere der Küche der Region Basilikata, sind seither hier ein und aus gegangen. Viele von Ihnen wurden Stammgäste.

    Dabei ist das Interieur vielleicht eines der schrägsten, das ich in Berlin kenne. Und das Essen! Das ist einfach genial! Pino Bianco erinnert sich: “Ich stamme aus der Basilikata und wollte meine Region kulinarisch vorstellen, meine Küche und deren Gerichte, mit denen ich aufgewachsen bin. Heute undenkbar, aber das war vor 25 Jahren ein Schock für die Berliner. Bis dahin gab es italienische Küche nach deutschem Geschmack. Mit meiner Mama habe ich erstmals Spezialitäten aus einer einzigen Region serviert. Das war damals eine Ungeheuerlichkeit.”

    Jede Woche schickte Bianco seinen Bruder mit einem Fiat Ducato in die Heimat im Süden Italiens, um Produkte aus der Basilikata nach Berlin zu holen. Sollte die Mama anfangs nur als Unterstützung für zwei Monate bleiben und einfache, typische Gerichte aus ihrer Heimat kochen, ist die mittlerweile 81-Jährige bis heute geblieben. Der Mama verdankt die Trattoria im Übrigen auch ihren Namen: Aus dem kleinen Bergdorf Cirigliano kommend, wurde Pinos Mutter Angela als junge Frau von ihrem Verlobten, der seinerseits von der See kam, liebevoll Muntagnola genannt.

    Pino, der eigentlich Guiseppe heißt, ist seit 1991 Botschafter der Region Basilikata, auch Lucanien genannt. In seinem Heimatort und vom italienischen Botschafter wird er für das Werben für seine Region gefeiert. Brachte er doch die bis dahin unbekannte Basilikata durch eine eigenständige Regionalküche ins Bewusstsein der reisewilligen Deutschen. Nach dem Motto „Basilikata mitten in Berlin“ zeichnete die Region Basilikata die Trattoria a’ Muntagnola als “bestes lukanisches Restaurant der Welt” aus.

    Mit einer großen Party feiert Pino Bianco nun am 1. Juli ab 19 Uhr “25 Jahre Trattoria a’ Muntagnola”. Serviert werden köstliche Spezialitäten aus der süditalienischen Region Basilikata. Um 18 Uhr gibt es vorab noch eine Kinderparty und um 19 Uhr wird die Ausstellung “Hall of Fame Berlin 2016″ eröffnet. Das Ganze begleitet von diversen Live‐Bands, darunter Rachelina und die Maccheronies, Jesse Cole, Jeffrey Backus, Azusa Nakaoka, King Ralph, Larry Schuba & Western Union und weitere Überraschungsgäste. Nicht verpassen!

  • Sono Berlinese: Ich bin ein Berliner!

    erstellt am 13. Juli 2016

    TRATTORIA Á MUNTAGNOLA
    Pino Bianco kommt ins Schwärmen, wenn er über den Geschmack der Basililkata spricht, über den Pecorino aus Filiano, die Aprikosen aus Policoro, die Bohnen aus Sarconi oder die Kastanien aus Melfi, der Sommerresidenz des Staufers Friedrich II., der auch König von Sizilien war und vor 770 Jahren zum deutschen Kaiser gekrönt wurde.
    Mit Begeisterung beschriebt Pino Bianco das Brot von Matera, preist das fruchtig-scharfe und leicht bittere lukanische Olivenöl und lobt aus Schweinefleisch, Pfeffer, Knoblauch, weiteren Gewürzen und Wein hergestellte Luganiga, eine Art Kochsalami, die wahrscheinlich die älteste Wurstsorte Italiens ist, mit Sicherheit jedoch die schmackhafteste.
    Weil aber das Land zwischen Ionischem und Tyrrhenischem Meer für die meisten Italientouristen noch immer hinter den sieben Bergen liegt, bleiben auch viele der Lebensmittel aus der Basilkata in Deutschland bestenfalls ein Geheimtipp.
    Grund genug für den Gastronomen, jede Gelegenheit zu nutzen, um in Berlin für die Produkte seiner Heimat zu werben. Jüngstes Beispiel – eine Amaro Lucano-Präsentation in der Trattoria á Muntagnola.
    Cavaliere Pasquale Vena „erfand „ 1894 diesen Kräuterbitter, der heute als einer der bestern der Welt gilt. Das Rezept ist ein Familiengeheimnis der Venas. Leonardo Vena, Juniorchef der Firma in dem Basilikata-Dorf Pisticci Scalo südlich von Matera, verrät nur, dass der Amaro Lucano aus 30 Gewürzen und Kräutern hergestellt wird, von denen lediglich zehn öffentlich mitgeteilt werden. Der Likör mit der karamellbraunen Farbe ist zwar weniger bekannt und weniger bitter als etwa Averna oder Ramazotti, auf seine Qualitäten als „Absacker“ jedoch können sich die Konsumenten verlassen. Die Kräuterextrakte des Amaro Lucano wirken beispielweise nach einem üppigen Abendessen wunderbar verdauungsfördernd.
    Rund 45.000 Flaschen des neben den Weinen aus der Gegend rund um den Monte Vulture beliebtesten lukanischen Getränks werden täglich abgefüllt und mit dem traditionellen Etikett versehen: Eine Frau in Tracht, das alte italienische Wappen und die Schrift „Lavoro e onestá“. Frei übersetzt bedeutet das „ehrliche Arbeit“. Für den Amaro Lucano trifft das allemal zu, erst recht, wenn er eisgekühlt und mit einigen Spritzern Orangenschalenessenz serviert wird.
    www.muntagnola.tv

  • Leserwunsch - Il pane della muntagnola

    erstellt am 13. Juli 2016

    Nachdem der Tagesspiegel-Artikel über den Plötzblog erschienen war, erreichte mich viel Post. Neben all den heute üblichen digitalen Wegen war aber auch eine Nachricht aus der analogen Welt dabei. Ein Berliner schrieb mir einen Brief. Darin zu finden war ein Rezept aus der Trattoria a’Muntagnola in Berlin.

    Das Brot, das ich momentan für italienische Abende backe, habe ich (zumindest vom Titel her) nicht in der großen tollen Backrezeptesammlung gefunden. Es stammt aus einem italienischen Restaurant, der Trattoria a’Muntagnola. Dort wird das Brot selbst gebacken. Es wird mit Olivenöl gereicht und wenn man auf den Grund des Brotkorbes gelangt ist, erwartet einen eine Postkarte mit dem Brotrezept.

    Ich habe das Rezept drastisch an Hefe reduziert, einen Vorteig eingebaut und etwas alten Weizensauer als Geschmacksgeber hinzugefügt, außerdem einen Schuss Olivenöl.

    Ein mild-säuerliches Brot mit klein- bis mittelporiger, elastischer Krume und kräftiger Kruste, die dem Brot eine feinherbe Note verleiht. Sehr schön.

    Vorteig

    150 g Weizenmehl 1050
    150 g Wasser
    0,1 g Frischhefe
    Hauptteig

    Vorteig
    50 g Weizensauer (alt)
    325 g Weizenmehl 550
    150 g Wasser (10°C)
    5 g Frischhefe
    10 g Salz
    5 g Olivenöl
    Die Vorteigzutaten vermengen und 20 Stunden bei Raumtemperatur (18-20°C) reifen lassen.

    Nun alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe und weitere 15 Minuten auf zweiter Stufe zu einem weichen, aber dennoch straffen Teig verarbeiten (Teigtemperatur 27°C).

    60 Minuten Gare bei 24°C. Nach 30 Minuten falten.

    Schonend rundwirken und 45 Minuten bei 24°C mit Schluss nach oben im mit Hartweizengrieß bestreuten Gärkorb zur Gare stellen.

    Den Teigling mit Schluss nach unten stürzen und viermal mit einer Rasierklinge einschneiden (3 fächerförmige Schnitte, ein Schnitt senkrecht dazu).

    Bei 250°C fallend auf 210°C 45 Minuten mit Dampf backen.

    Material- und Energiekosten: 1,20 €

    Zubereitungszeit am Backtag: ca. 3,5 Stunden

    Zubereitungszeit gesamt: ca. 24 Stunden

    Saftig und lecker: Il pane della Muntagnola
    Saftig und lecker: Il pane della Muntagnola

  • Tagesspiegel, Bernd Matthies

    erstellt am 13. Juli 2016

    Schöneberger „Trattoria à Muntagnola“
    Wie das Bergmädchen in die Stadtküche kam

    Seit 25 Jahren führt Pino Bianco mit seiner Mutter die Schöneberger „Trattoria à Muntagnola“. Auch mit 81 ist la Mamma die unumstrittene Küchenchefin. VON BERND MATTHIES
    Mit 81 ist die Mutter immer noch die Chefin in der Trattoria.Mehr Artikel
    Mit 81 ist die Mutter immer noch die Chefin in der Trattoria.FOTO: MIKE WOLFF

    Wenn Mamma nicht bis zum Mittag mindestens einmal vorn auf der Fuggerstraße nach dem Rechten gesehen hat, machen sich die Nachbarn Sorgen. Sie ist immerhin schon 81, geht es ihr gut?

    Kein Thema, es geht ihr prima hinten in der Küche der Schöneberger „Trattoria à Muntagnola“, wo sie unumstritten die Richtlinien der Küchenpolitik bestimmt. Will der Chef, ihr Sohn Pino Bianco, mal was ausprobieren, dann nutzt er sicherheitshalber die raren Tage, an denen sie nicht da ist. Am heutigen Freitag ist sie aber ganz sicher da, denn das gemütlich ländliche Restaurant feiert sein 25-jähriges Jubiläum, mit Musik, mit sehr viel Essen und Wein und den Stammgästen, von denen sehr viele gleich nebenan in der Straße wohnen. „Es macht mich sehr stolz“, sagt Bianco, „dass ich hier von allen akzeptiert werde.“

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    1982 hat er nach allerhand Wanderjahren zum ersten Mal in Berlin Halt gemacht, war fasziniert von der Freiheit und den vielfältigen Möglichkeiten, die die damals noch ummauerte Stadt bot. Doch er musste zunächst zurück, um in der Pizzeria der Familie in der süditalienischen Basilikata auszuhelfen. Die Basilikata ist gewissermaßen das Sprunggelenk des Stiefels – und die rustikale Küche eben dieser Gegend brachte er nach Berlin, als er 1988 den Absprung nach Norden schaffte. Längst ist er eine Art inoffizieller Botschafter dieser Region in der Hauptstadt, knüpft Kontakte, betreut Zugereiste, wirbt Touristen.

    Der Westen funktioniert wieder

    La Mamma, die Küchenchefin, ist auch von Anfang an dabei. Sie hatte das Kochen beim Pizzeriabesitzer, ihrem früh verstorbenen Mann gelernt, und sie entschied sich ganz für Berlin, als Mitte der Neunziger auch ihr jüngerer Sohn Mimmo übersiedelte – er führt seit fast 20 Jahren, nicht weniger erfolgreich, das „Contadino Sotto le Stelle“ in Mitte. Kein Wunder, dass die Gäste sich nie entscheiden können, ob die geniale Auberginen-Caponata hier oder dort am besten schmeckt … Muntagnola übrigens, das ist der leicht spöttische Beiname „Bergmädchen“ – Mamma war einst aus den Bergen der Basilikata ans Meer gekommen, wo man sie immer so nannte.

    Pino Bianco, heute 58 Jahre alt, vermittelt den Eindruck, mit sich im Reinen zu sein. Gelassen sitzt er im Jubiläums-Trubel und freut sich aufs Fest. Gewiss, sagt er, sei nicht immer alles glatt gelaufen, speziell damals, als plötzlich alle Gäste den boomenden Ostteil der City entdeckten. Doch das sei längst Geschichte, der Westen funktioniere wieder. Und nun kann er sich auch vorstellen, was ihm vor 25 Jahren völlig abwegig vorgekommen wäre: in seiner Trattoria alt zu werden. Was La Mamma anbelangt, spricht nichts dagegen. Sie hat noch keine Pläne, den vorzeitigen Ruhestand betreffend.

  • BZ juli 2016

    erstellt am 13. Juli 2016

    Trattoria a’ Muntagnola: Wenn Pino ruft, feiert die ganze Nachbarschaft mit!

    Als ich um die Ecke biege, liegt ein kleines italienisches Dorf vor mir – mitten in Schöneberg!

    Mammamia, was für ein Fest!

    Die Trattoria a’ Muntagnola in der Fuggerstraße feiert 25-jähriges Jubel-äum. Und die ganze Nachbarschaft feiert mit. Wie in Bella Italia eben!

    Foto: Sylvia Jost
    Foto: Sylvia Jost

    Auf Gäste, die vorbestellt haben, wartet das Buffet. Spontane Gäste werden auf einem kleinen kulinarischen Boulevard neben der Straße versorgt. Dort gibt’s Wein, Schinken, Käse, Salami, Wurst, Brot und andere Spezialitäten zu kosten – und auch zu riechen.

    Foto: Sylvia Jost
    Foto: Sylvia Jost

    ♥♥♥

    Bordeaux, Buffon & Boateng…

    Doch:

    Bei Pasta ist Basta!

    Es ist der Abend vor DEM Spiel. Deutschland gegen Italien. Und so sind neben Pizza & Pasta auch Bordeaux, Buffon & Boateng die wichtigsten Themen des Festes. Wird der deutsch-italienische Fluch gebrochen?

    Bei der Vorspeise, der berühmten (jedenfalls verflucht leckeren) Auberginen-Caponata, einem süß-sauren Gemüsegericht aus Sizilien, diskutieren wir über die Azzurri und die deutschen Chancen.

    Foto: Sylvia Jost
    Foto: Sylvia Jost

    Bei der anschließenden lukanischen Lasagne (mit hart gekochten Eiern, Salsicca und Fleischbällchen – delizioso!) steht’s schon 1:0 für die Italiener. Zumindest für die anwesenden aus der Basilicata.

    ♥♥♥

    Wie alles begann

    oder:

    Die Mama hat (noch immer) die Hosen an

    Pino Bianco, der Chef der Trattoria, begrüßt jeden Gast als sei er ein Freund. Das macht er immer in seinem Lokal. Auch heute – bei 400 Gästen!

    Foto: Thomas Platt

    Pino Bianco herzt mich zur Begrüßung. Foto: Thomas Platt
    Er erzählt: „Ich stamme aus der Basilicata und möchte meine Region kulinarisch vorstellen, meine Küche und deren Gerichte, mit denen ich aufgewachsen bin. Heute undenkbar, aber das war vor 25 Jahren ein Schock für die Berliner. Bis dahin gab es italienische Küche nach deutschem Geschmack. Mit meiner Mama habe ich erstmals Spezialitäten aus einer einzigen Region serviert. Das war damals eine Ungeheuerlichkeit.“

    Jede Woche tuckerte Biancos Bruder mit einem Fiat Ducato in die Heimat im Süden Italiens, um Produkte aus der Basilicata nach Berlin zu holen. “La Mamma” sollte anfangs nur als Unterstützung für zwei Monate bleiben. Angela kochte einfache, typische Gerichte aus ihrer Heimat. Und blieb. Und kocht. Bis heute. Mit 81!

    Foto: Sylvia Jost
    Foto: Sylvia Jost

    Doch Mamma ist nicht nur die Herrin der Küche, sondern auch deren Namensgeberin: Als sie damals als junge Frau aus ihrem kleinen Bergdorf Cirigliano in der Region der Basilicata zu ihrem Verlobten ans Meer zog, nannte man sie dort leicht spöttisch, aber doch auch liebevoll “Muntagnola” (Bergmädchen). So war für Pino Bianco schnell klar, dass sein Restaurant den Kosenamen seiner geliebten Mama tragen sollte.

    1997 eröffnete auch ihr zweiter Sohn Cosimo Bianco ein Restaurant, das “Al Contadino Sotto Le Stelle” in der Auguststraße 36 in Mitte.

    ♥♥♥

    Der Duft von 27 Blechen Tiramisu

    “Ich war gerade im Schokoladen-Wald”, schwärmt mein Kollege Nico Rechenberg. Am Rande des Festes haben die Kellner das Dessert aufgebaut: 27 Bleche Tiramisu.

    Schade, dass Blogs nicht duften können, sag ich da nur…

    Foto: Sylvia Jost
    Foto: Sylvia Jost

    Infos:

    Trattoria a’ Muntagnola, Fuggerstraße 27, 10777 Berlin-Schöneberg, Tel. 211 66 42
    Öffnungszeiten: Mo.-So. 17 bis 0 Uhr

Reservierung / Kontakt

Trattoria a' Muntagnola Restaurant

Fuggerstraße 27, 10777 Berlin, DE

Kontakt

Telefon: 030 211 66 42

E-Mail: trattoria@muntagnola.de

Öffnungszeiten

Mo. - So.:

17:00 bis 0:00 Uhr

Trattoria a' Muntagnola Restaurant

Fuggerstraße 27, 10777, Berlin